Kommentare: 425
  • #425

    Athena (Samstag, 26 Mai 2018)

    Die eingestellten Seiten mit den unbekannten Symbolen, kryptischen Zeichen, sind die vorschriftsmäßig paginiert? Wenn nein, dann würde ich diese (mach aber vorher eine Kopie) deiner Berufsgenossenschaft zusenden mit der Aufforderung, diese paginiert in deine Akte zu legen und dir eine Bestätigung zukommen zu lassen, anschließend nochmals Akteineinsicht beantragen. (Dem Gericht eine Mitteilung machen etc.) Die Gesichter dr BGHW Sachbearbeiter bzw. deren Vorgesetzten würde ich dann gern sehen. :-)

  • #424

    Athena (Samstag, 26 Mai 2018 11:38)

    Symbole und kryptische Zeichen der BGHW auf den eingestellten Seiten: Ich denke, die Bedeutung dieser wird ein Geheimniss der BGHW bleiben.

    Aber hier ein Link zu "Akten in der Verwaltung"
    Grundprinzipien und Bedeutung rechtsstaatlicher Aktenführung
    https://justiz-und-recht.de/akten-in-der-verwaltung/#Wie_erkenne_ich_Unregelmaessigkeiten_in_der_Aktenfuehrung

  • #423

    Athena (Mittwoch, 23 Mai 2018 19:28)

    Hallo Erich,
    super deine erneute Klage, gut nachvollziehbar dargelegt! Müßte eigentlich nun auch der einfach gestrickte Mensch verstehen, was da wirklich vor sich gegangen ist. Nun muss doch endlich mal der Fall wieder aufgerollt werden. Ich drücke fest die Daumen.
    Gruss von Athena

  • #422

    Athena (Montag, 21 Mai 2018 12:01)

    Letzte und 3. Frage an Matzi
    Hier der "Kann-Paragraph" aus dem ZPO. Was besagt dieser aus deiner Sicht?

    § 143 Anordnung der Aktenübermittlung
    Das Gericht KANN anordnen, dass die Parteien die in ihrem Besitz befindlichen Akten vorlegen, soweit diese aus Dokumenten bestehen, welche die Verhandlung und Entscheidung der Sache betreffen.

    Den SGG Paragraphen habe ich gerade nicht zur Hand und gerade auch keine Zeit, diesen zu recherchieren. Ich denke aber, dass dieser auch nur eine rechtliche "Kann-Regelung" enthält.


  • #421

    Athena (Montag, 21 Mai 2018 11:53)

    Weitere Frage an Mazi
    Wie kannst du feststellen, dass die Akte nach den Vorgaben des BMI von der BG geführt wird / wurde (oder nicht), und welche Dokumente vom LSG (oder SG) als wesentlich bzw. prozessrelevant erachtet und zur Grundlage der Gerichtsentscheidung verwendet wurden? Im Urteil werden die ja nicht transparent aufgelistet.

  • #420

    Athena (Montag, 21 Mai 2018 11:45)

    Hallo Mazi
    Den von dir zitierten Satz lese ich auch in meinem LSG Urteil. Was meinst du genau? Muss in dem Urteil genau dargestellt werden, was das Gericht zur Entscheidung herangezogen hat, bzw. auf welche Dokumente der Verwaltungsakte, die objektiv und nachweislich das sachbezogene Geschehen dokumentieren, sich das Gericht bezogen hat? Oder darf das Gericht auch verallgemeinernde, d.h. letztendlich inhaltsleere Sätze und Begriffe wie "auf den weiteren Inhalt der Verwaltungsakte verwiesen" oder "beigezogene Verwaltungsakten der Beklagten verweisen" im Urteil verwenden? Wo kann ich die Stelle der verfassungsmäßige Ordnung der Bundesrepublik Deutschland finden, auf der du dich beziehst? Zum Nachlesen.

  • #419

    Mazi (Sonntag, 20 Mai 2018 17:55)

    Ich habe das Urteil L 14 U 243/17 (S 29 U 87/17 WA Sozialgericht Bremen) vom 03.05.2018 (verkündet am 09.04.2018) des Landessozialgerichts Niedersachen-Bremen gesehen. Es verstößt gegen die verfassungsmäßige Ordnung der Bundesrepublik Deutschland. Dort heißt es auf Seite 5/11:

    "Wegen der weiteren Einzelheiten des Beteiligtenvorbringens wird auf die gewechselten Schriftsätze nebst Anlagen sowie die Gerichtsakte und 'die beigezogenen Verwaltungsakten der Beklagten verwiesen'."

    Nach Vorgabe des Bundesministeriums des Innern (BMI) hat die Behörde (hier: die Berufsgenossenschaft (BG)) in der Verwaltungsakte alle bisherigen wesentlichen sachbezogenen Geschehnisse objektiv darzustellen. Die Behörde ist zur ordnungsgemäßen Aktenführung verpflichtet.

    Sie hat insbesondere nachträgliche Veränderungen der Verwaltungsakte zu unterbinden. Anhand dieser Verwaltungsakte haben die Gerichte die rechtsstaatlichen Verwaltungsakte der BG zu kontrollieren.

    In Ermangelung der Vorlage der Verwaltungsakte seitens der BGH, die diesen Anforderungen gerecht würde, können die Richter nicht angeben, diese eingesehen und den Sachverhalt nach § 103 SGG von Amts wegen erforscht zu haben.

    Der Richter hat nicht 'die" Verwaltungsakten der BG beigezogen, sondern Verwaltungsakten der BG, die mangels Vollständigikeit nicht zu einer Urteilsfindung auf seiner Seite beitragen konnten. Die Tatsache, dass die BG (die Exekutive) richterliche Entscheidungen (Auswahl der Dokumente) vorgenommen hat, verletzt die verfassungsmäßige Ordnung und die Gewaltenteilung in der Bundesrepublik Deutschland.

    Das hier abgebildete Urteil missachtet die verfassungsmäßige Ordnung der Bundesrepublik Deutschland und ist wegen besonders schwerwiegender Fehler auch nach Berücksichtigung aller Umstände offentsichtlich und nichtig.


  • #418

    Athena (Sonntag, 20 Mai 2018 12:18)

    "Die Kritik an der Entschädigungspraxis der Berufsgenossenschaften ist nicht neu. Bereits 1888 bezeichnete die Deutsche Metall-Arbeiter-Zeitung die Genossenschaften als „Kapitalistenzünfte“. Diese täten alles, „um das bisschen Unfallversicherung den Proletariern zu nehmen oder doch es ihnen zu verkürzen oder so lange wie möglich vorzuenthalten“. https://de.wikipedia.org/wiki/Berufsgenossenschaft

    Hat sich nach 130 Jahren etwas geändert? Meine Meinung, viele Indizien weisen darauf hin: NEIN!

    "Kritik bezüglich der beantragten und gewährten Sozialleistungen kommt von Seiten der versicherten Personen. Nicht repräsentativen (!) Umfragen weisen zwar darauf hin, dass die Mehrzahl der Versicherten mit der Arbeit der Berufsgenossenschaften zufrieden ist. So ergab beispielsweise eine Befragung der BG Metall Süd, dass die Versicherten den Service und die Leistungen der Berufsgenossenschaft grundsätzlich positiv beurteilen. Festgestellt wurde aber auch, dass die Zufriedenheit signifikant zurückgeht, wenn die Berufsgenossenschaft die beantragten Leistungen nicht gewährt. Dies gilt insbesondere dann, wenn die BG eine Erkrankung nicht als Berufskrankheit anerkennt oder die Minderung der Erwerbsfähigkeit und damit die Rentenhöhe aus Sicht der Versicherten zu niedrig bewertet. ..."

    "Die Berufsgenossenschaften halten diesem Vorwurf entgegen, dass gut 90 % ihrer Rentenbescheide von den Sozialgerichten als rechtmäßig bestätigt würden.

    Zudem wird ein Großteil der Rentenbescheide durch einen Rentenausschuss, welcher aus Vertretern von Arbeitgebern und Arbeitnehmern besteht, geprüft."
    https://de.wikipedia.org/wiki/Berufsgenossenschaft

    Erstens: Die "rechtmäßige" Bestätigung durch Sozialgerichte ist kein Voll- bzw. Tatsachenbeweis. Für die Zusammenarbeit der BGen und Sozialgerichten gibt es reichlich Indizien.

    Zweitens: Arbeitgeber sind eher daran interessiert, positiv für die BGen zu Lasten der Verunfallten zu bescheiden. Schließlich wollen Arbeitgeber / Unternehmer u.a. die Beiträge zur gesetzlichen Unfallversicherung so niedrig wie möglich halten. Denn:

    "Die Höhe der Beiträge ergibt sich aus den Kosten der Prävention, der Entschädigung für Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten sowie den Verwaltungskosten.

    Auch das Ausmaß der Gefährdung wird durch die Einstufung in Gefahrklassen bei der Beitragsberechnung der gewerblichen Berufsgenossenschaften berücksichtigt. "
    Zitat: DGUV - http://www.dguv.de/de/versicherung/finanzielles/index.jsp

    Drittens: Was wird von unserer Regierung am stärksten "gefördert"? Die Unternehmerwirtschaft und die "Wirtschaftlichkeit" der gesetzlichen Leistungsträger, zu Letzteren die BGen zählen! Wirtschaftlichkeit (Sparen) der BGen wird von unserer Regierung im Mindesten mittels anerkennende Auszeichnungen belohnt! Die Rechte der Leistungsbezieher werden dagegen zunehmend per Gesetz "eingefroren", die Sozialgerichte per spezieller Gesetzesparagrafen ent- und die verunfallten Kläger belastet. Auch hierfür gibt es reichlich Indizien.

    Alles klar?

  • #417

    Manfred (Donnerstag, 10 Mai 2018 11:26)

    Alles gute wünscht der steuerberater

  • #416

    Athena (Freitag, 27 April 2018 09:39)

    @ingi
    Wichtig ist, sich bezüglich des zunehmenden Elektronischen Datenaustausches zwischen SG (u.a.) und den Berufsgenossenschaften (u.a.) zu informieren. (Stichpunkt: Elektronischer Rechtsverkehr). Auf der einen Seite wird (noch) eine Papierakte versendet, auf der anderen Seite findet auch mittels des Elektronischen Rechtsverkehrs Datenaustausch statt! D.h., die Berufsgenossenschaften und die Sozialgerichte kommunizieren AUCH über das Elektronische Gerichts- und Verwaltungspostfach (EGVP). Das heisst: zweigleisig! Das ist gut zu wissen. Jeder, der mit der BG aufgrund eines Berufsunfalles zu tun hat und beim SG klagen muss, sollte seine BG fragen, ob diese über das Elektronische Gerichts- und Verwaltungspostfach verfügt. (Ist mittlerweile die Regel.) Und dann mal Akteneinsicht in die Elektronische Fallakte beantragen. Da erlebt man echt Überraschendes. Das besondere elektronische Behördenpostfach (beBPo) soll ab 1.1.18 eingeführt worden sein.

  • #415

    ingi (Mittwoch, 25 April 2018 18:59)

    Interessant sind die Beiträge von Athena und Manfred 393 bis 414. Ich werde diese Beiträge nochmals lesen und mich damit befassen. Schade aber ist, dass viele benannte Sachdarlegungen, so von den Sozialgerichten in der Mehrzahl der Fälle nicht abgearbeitet werden.

  • #414

    Athena (Dienstag, 17 April 2018 04:11)

    Mal was Positives zur BGHW, Erich. Kennst du das Foto?
    "Auf dem Bürohausdach an der Falkenstraße: BGHW-Mitarbeiter machen Sport während der „bewegten Pause“. https://www.weser-kurier.de/bremen_artikel,-Fit-im-Buero-_arid,824265.html"
    Für die körperliche Fitness auch im Arbeitsleben gibt es nur einen Beweis: das Tun. In der Tat: Da handelt die BGHW doch vorbildlich!!!
    Geistige Fitness finde ich aber ebenso wichtig: Sie treibt die Dinge voran, verhindert Stillstand und fördert den Fortschritt.

  • #413

    Athena (Mittwoch, 11 April 2018 15:58)

    Hallo Manfred
    Ich verstehe dich sehr gut. Uns bleibt derzeit aber nichts anderes übrig als de Missstände aufzuzeigen, öffentlich machen. Nicht nur als Einzelne! Und uns unsere Rechte nicht nehmen lassen, auch mittels gut durchdachter Alternativen! Wir telefonieren.

  • #412

    Manfred (Mittwoch, 11 April 2018 14:59)

    @Athena

    Das ist richtig und gleichzeitig falsch.

    Richtig ist, dass sich Ihre Erfahrung mit der meinigen deckt.

    Falsch ist, dass es nicht Ihre oder meine Aufgabe ist, den Sachverhalt zu erforschen. Nach § 103 Sozialgerichtsgesetz fällt diese Aufgabe, den Sachverhalt von Amts wegen zu erforschen, dem Richter zu. § 138 Abs. 1 Zivilprozessordnung (ZPO) schreibt den Prozessparteien vor, ihre Erklärungen über die tatsächlichen Umstände vollständig und wahrheitsgemäß abzugeben.

    Die Tatsache, dass die BGs die tatsächlichen Umstände nicht vollständig und wahrheitsgemäß abgeben, ist folglich unstrittig ein strafrechtlich zu verfolgender Verstoß gegen die ZPO. Den Richtern der Sozialgerichtsbarkeit ist dies bekannt. Sie sind von Amts wegen verpflichtet, die Strafverfolgung gegen die Täter einzuleiten.

    Sie machen dies aber nicht, weil sie keine Rechtsverfolgung zu befürchten haben. Das entspricht nicht dem Verständnis der verfassungsmäßigen Ordnung. Die Richter werden damit selbst zum Täter. Ob sie damit auch erpressbar wurden, halte ich für wahrscheinlich, aber es ist normalerweise Aufgabe der Strafverfolgungsbehörden - wenn es sie denn gäbe -.

    Es ist allgemein bekannt, dass sich die BG das Recht nehmen, selbständig zu entscheiden, ob der Richter bei der Kontrolle einer Verwaltungsentscheidung ein bestimmtes Dokument sehen soll oder nicht. Da diese Entscheidung ausschließlich dem Recht des Richters unterliegt, stellt die Vorenthaltung eines Dokuments der Verwaltungsakte eine Manipulation derselben dar und ist strafrechtlich konsequent zu verfolgen.

    Es ist unerheblich, ob auch der Richter so entscheiden würde. Maßgeblich ist, dass dem Richter durch Vorenthalt untersagt ist, eine Entscheidungsfindung überhaupt in die Wege zu leiten.

    Erfolgt die Nichtverfolgung der Straftat auf Basis des § 138 ZPO nicht, haben sich die Amtsträger der "Strafvereitelung im Amt" zu erwehren, sind anzuklagen und mangels persönlicher Qualifikation aus dem Amt zu entfernen.

    Soweit der Sachverhalt.

    Richtig ist, dass dies kein Geheimnis ist und der Zusammenhalt von Exekutive und Judikative mehr als belastungsfähig ist. Solange alle Beteiligten sich als "Elster" verstehen, hackt keine der anderen ein Auge aus. Was fehlt und da stimme ich Ihnen zu, sind Gerichte und Staatsanwaltschaften, die an Gesetz und Recht gebunden sind. Es steht zwar genau so in Art. 20 Abs. 3 Grundgesetz, aber eine Kontrolle, dass dem so ist, ist mir nicht bekannt.

    Solange die Justiz letztlich der Exekutive unterstellt ist, ist es seitens der Legislativen kindisch anzunehmen, dass ihre Gesetze beachtet würden. Solange Unfallverletzte ihr Recht einklagen, aber einer geschlossenen Gruppe gegenübersteht, sind die individuellen Erfolgsaussichten grundgesetzlich garantierter Rechte gleich "Null".

    Die Erfahrung ist, dass kein Bürger unterstellen darf, dass er vor dem Gesetz gleich sei. Das steht zwar so in Art. 3 Abs. 1 Grundgesetz, wird aber nur denen vorgehalten, denen man es vorhalten will. Letztlich ist es gar so, dass dieses Grundrecht in der Praxis abgeschafft ist.

    Ich bin auch noch auf der Suche nach einer Justiz auf Basis des Grundgesetzes, wenn ich unterstelle, dass die Justiz mit qualifiziertem Personal ausgestattet ist.

  • #411

    Athena (Mittwoch, 11 April 2018 11:49)

    Wie schon gesagt, die. Richter lesen nicht die ganze Verwaltungsakten durch, vor allem dann, wenn sie
    hunderte bis zu tausenden Seiten umfasst. Auch, dass die Aktenführung der BGen nicht immer vorschriftsgemäß geführt werden, ist Fakt.. Meine Erfahrung:man muss sich die relevanten Dokumente - von wem auch immer - selber beschaffen und diese selbst dem Gericht übermitteln, begleitend mit einer Sachverhaltsdarstellung, Anträgen etc. Und besser mehrmals Akteneinsicht in die Gerichts- und Verwaltungsakte nehmen.. Leider! Ändern müßte sich vieles, das ist klar.

  • #410

    Manfred (Mittwoch, 11 April 2018 11:13)

    L 14 U 243/17

    Der Fall ist deshalb aus rechtsstaatlicher Sicht so interessant, weil nunmehr über viele Jahre nicht die Richter, sondern die BG statt der Richter am Sozial- und Landessozialgericht Bremen Entscheidungen treffen (https://unfallmann.jimdo.com/x-09-04-2018-%C3%B6ffentlicher-termin-vor-dem-lsg-bremen-exotisches-verfahren/).

    Nachweislich der dieser objektiven Dokumentationen legt die BGHW den Richtern keine Verwaltungsakte vor, aus der alle bisherigen wesentlichen sachbezogenen Geschehnisse hervorgehen.

    In der Folge ist kein Richter mangels der Ansicht dieser vorenthaltenen Dokumente sachlich berechtigt zu entscheiden, welches dieser Dokumente für seine Entscheidung relevant oder irrelevant ist.

    Kein Richter ist bereits von der Logik in der Lage zu entscheiden, dass ein Dokument, dass ihm nachweislich nicht vorgelegt wurde, zu entscheiden, ob dies für seine spätere Entscheidung relevant oder irrelevant ist.

    Nach unserer verfasssungsrechtlichen Ordnung entscheidet das Gericht, bzw. der Richter. In den hier vorliegenden Fällen hat jedoch die BG und nicht der Richter die Entscheidung getroffen, was relevant oder irrelevant ist. Der Richter ist nicht einmal sachlich in der Lage sich mangels Akteneinsicht der Sicht der BG anzuschließen. Die Richter waren von Beginn an nicht in der Lage sich die Verwaltungsentscheidungen der BG auf deren Rechtsstaatlichkeit hin zu kontrollieren bzw. zu bestätigen.

    Dass die Richter dies trotzdem vornahmen - und auch in diesem o.g. Verfahren trotz vorheriger Information des Richters -, gibt bezüglich der Wahrung der verfassungsrechtlichen Ordnung zu denken.

    Mangels einer Grundlage/eines Dokuments kann somit kein Richter sich seiner Entscheidungsfindung geirrt hat. Er kann also nicht für sich geltend machen, sich in seiner Entscheidungsfindung geirrt zu haben.

    Alle gerichtlichen Entscheidungen sind mit diesem besonders schwerwiegenden Fehler behaftet und nach § 44 Verwaltungsverfahrensgesetz nichtig.

    Man könnte die Auffassung vertreten, dass dies mittels einer oder vielen Feststellungsklagen bereinigbar ist.

    Die Tatsache, dass nicht nur die Richter der Sozialgerichtsbarkeit in Bremen, sondern auch in anderen Bundesländern ebenfalls nach diesem "nicht-rechtsstaatlichen" Verfahren tätig sind, lässt den Schluss zu, dass bei der bereits bisher beklagten Überlastung der Gerichte eine andere Lösung gefunden werden muss.

    Die Tatsache, dass keines richterlichen Urteile nach rechtsstaatlichen Maßstab getroffen wurde, die BG Verwaltungsentscheidungen treffen, die seitens der Gericht mangels Akteneinsicht nicht kontrolliert werden, stellt die verfassungsrechtliche Ordnung in der Bundesrepublik Deutschland in Frage.

    Die Parlamente sind gefordert. Es ist ureigenste Aufgabe der Parlamente die verfassungsrechtliche Ordnung in der Bundesrepublik Deutschland herzustellen, die Täter konsequent strafrechtlich zu verfolgen und eine ordentliche Gerichtsbarkeit nach den Anforderungen des Grundgesetzes zu etablieren.

    Es geht nicht um die einzelne richterliche Entscheidung, sondern um die systematische Unterwanderung des Rechtsstaatsprinzips.

  • #409

    Manfred (Dienstag, 10 April 2018 20:46)

    @Athena
    Wenden Sie sich bitte an Erich.

  • #408

    Manfred (Montag, 09 April 2018 22:36)

    Nach der Theorie leben wir in einem Rechtsstaat.

    Das Problem ist m.E. darin begründet, dass sich Exekutive und Judikative in der Praxis nicht an Gesetz und Recht halten.

    Es passiert ihnen auch nichts. M.E. hängt das damit zusammen, dass die Strafverfolger, die die Straftäter anklagen müssten, selbst dieser Gruppe angehören und eine Elster der anderen Elster kein Auge aushackt.

    Wer Angst vor dem SOLL-/IST-Vergleich hat, der sollte auch den Mut haben, keine Vorschriften zu erlassen. Entweder sollte das Sozialgesetzbuch abgeschafft oder durchgesetzt werden. Möglicherweise muss auch nur mit einigen Richtern Klartext geredet werden oder ganze Gerichte neu besetzt werden.

  • #407

    Athena (Montag, 09 April 2018 16:31)

    Hallo Manfred,
    Hilfe von welcher Seite?Theorie ist die eine Seite, die andere die erlebte Praxis. Gern würde ich mit dir ins Gespräch kommen, aber wie?
    Ich bin sehr gespannt, was Erich heute erlebt hat. In mir wächst...

  • #406

    Manfred (Montag, 09 April 2018 15:21)

    @Altena
    Zu den von Dir angesprochenen Punkten:
    -Wenn du Glück hast, dann hast du Richter vor dir, die sich wirklich für die Wahrheit interessieren und auch dir gleichermaßen Gehör schenken. Wenn nicht, dann verdoppelt sich dein Leiden.

    § 339 Strafgesetzbuch formiert sehr scharf, wenn es vorschreibt, dass ein Richter, ein anderer Amtsträger oder ein Schiedrichter, welcher sich bei der Leitung oder Entscheidung einer Rechtssache zugunsten oder zum Nachteil einer Partei einer Beugung des Rechts schuldig macht, wird mit Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu fünf Jahren bestraft.

    Wenn zum Beispiel Richter ein Urteil "Im Namen des Volkes" sprechen,
    sich zu ihrer Entscheidungsfindung nach § 103 Sozialgerichtsgesetz zur Erforschung des Sachverhalts von Amts wegen sich keinen Überblick verschaffen,
    keine Verwaltungsakte der Behörde mit allen bisherigen wesentlichen sachbezogenen Geschehnisse zur Kontrolle von deren Verwaltungsentscheidungen auf deren Rechtsstaatlichkeit beschaffen oder
    mangels differenten Verwaltungsakten dennoch erklären, zu einem Urteilsspruch befähigt zu sein,

    dann haben nicht Sie zu agieren und für Rechtsstaatlichkeit zu sorgen und diese durchzusetzen, sondern es ist Aufgabe der behördlichen Institutionen, deren Aufgabe dies ist.

    Da uns diese Vorgänge bekannt sind und auch bekannt ist, dass Staatsanwaltschaften nicht tätig werden, ist es Aufgabe der Politik den Straftatbestand der Strafvereitelung im Amt zur Anklage zu bringen.

    Es ist mir klar, dass Sie jetzt vortragen: "Bei wem?"
    Meine Aussage: "Bei Gericht!"
    Sie werden entgegnen: "Also bei den Gleichen!"
    Meine Antwort: "Ja, das ist so. So hirnrissig das auch ist, das ist Rechtsstaatlichkeit."
    Sie werden abschließen und erklären: "Ihren Glauben hätte ich gern!"

  • #405

    Manfred (Montag, 09 April 2018 15:06)

    @Altena
    Zu den von Dir angesprochenen Punkten:
    -Was wollen die BGs wirklich?

    Klare Antwort: Nichts!

    Die BGs haben von der Legislativen einen klaren Auftrag, den sie zu erfüllen haben. Art. 20 Abs. 3 Grundgesetz schreibt u.a. den BGs vor, dass sie an Gesetz und Recht gebunden sind.

    Wenn sich die BGs nicht an Gesetz und Recht halten, dann stimmt etwas mit der Personalauswahl, deren Befähigung nicht. Es ist dann nicht Ihre Aufgabe für die Durchsetzung von Gesetz und Recht zu sorgen, sondern es ist Aufgabe der Parlamente dafür zu sorgen, dass Gesetz und Recht geachtet werden.

    Wenn ich schreibe, dass es Aufgabe des Parlaments ist, dann ist das an den Haaren herbei gezogen. Aber umgekehrt stellt sich die Frage, ob die Exekutive oder die Judikative berechtigt sein dürfen, sich selbst strafrechtlich zu kontrollieren? Es wäre schlicht der Bock zum Gärtner gemacht.

    Ich will nicht bestreiten, dass dies nicht vorkommt. Aber es wäre m.E. unsinnig.

  • #404

    Manfred (Montag, 09 April 2018 15:00)

    @Altena
    Zu den von Dir angesprochenen Punkten:
    -Manipulation der Verwaltungsakte
    Manipulation der Verwaltungsakte ist ein schwerwiegender Straftatbestand. Nach § 138 Abs. 1 Zivilprozessordnung (ZPO) legt fest, dass Parteien die tatsächlichen Umstände vollständig und der Wahrheit gemäß zu erklären haben.

    Die BG, bzw. deren Mitarbeiter machen sich strafrechtlich schuldig, wenn sie die tatsächlichen Umstände nicht vollständig und wahrheitsgemäß erklären.

    Das ist ein "ganz scharfer Haken", an dem die Mitarbeiter der BG hängen und es ist ein noch viel schärferer Haken, wenn Richter oder Staatsanwälte die BGs "vom Haken" lassen. Sie müssen sich dann sehr schnell wegen "Strafvereitelung im Amt" rechtfertigen.

    Das sind zwei Delikte, die Ihr Anliegen in den Schatten stellen.

  • #403

    Manfred (Montag, 09 April 2018 14:52)

    @Altena
    Sie haben recht, wenn Sie argumentieren, was nützt mir "Gesetz und Recht", wenn sich sich BGs nicht daran halten und die Richter die Kontrolle der rechtsstaatlichen Verwaltungsentscheidungen vornehmen.

    Das verstehe ich. Sie stellen aber mit dieser Argumentation die verfassungsrechtliche Ordnung, die Behörden und nicht zuletzt die Justiz in Frage. Sie gehen anhand der praktischen Nachweise davon aus, dass wir zwar eine Gewaltenteilung laut Grundgesetz haben, aber in der Praxis Exekutive und Judikative in diesem Fall verbündet haben und die Gewaltenteilung faktisch überwunden haben.

    Für die verfassungsmäßige Ordnung wieder herzustellen, dafür bin ich ein viel zu kleines Licht. Es muss Interesse der Legislative, des Parlaments sein, sicherzustellen, dass die von ihm erlassene Gesetze in der Praxis durchgesetzt werden.

  • #402

    Manfred (Montag, 09 April 2018 14:46)

    @Altena
    Das was ich vorhin geschrieben habe ist nicht meine Meinung, sondern es ist vom Bundesministerium des Innern (BMI) so vorgegeben. Sie können dies selbst nachlesen.
    Hier der Link:
    https://www.verwaltung-innovativ.de/SharedDocs/Publikationen/Artikel/Minikommenta_EGov_Gesetz.pdf?__blob=publicationFile&v=1

    Das Dokument heißt:
    Minikommentar zum Gesetz zur Förderung der elektronischen Verwaltung sowie zur Änderung weiterer Vorschriften (erstellt durch BMI, Referat O2)

    Es datiert vom 26.07.2013.

  • #401

    Manfred (Montag, 09 April 2018 14:34)

    @Altena
    Ihre Klage ist mir inhaltlich bekannt und es scheint in der Praxis so zu sein, dass die BGs "Herr des Verfahrens" sind.

    Das ist rechtlich weder so, noch darf dies so sein.

    Die Geschichte ist die, dass die BGs sich nicht an Vorschriften von Ihnen zu halten haben, sondern die BGs sind aus dem Rechtsstaatsprinzip verpflichtet die Verwaltungsakte zu führen. Das hat nicht nur das Bundesministerium des Innern denen ins Stammbuch (neben einigen wesentlichen anderen Voraussetzungen) geschrieben, sondern es ist deren allgemeine Pflicht.

    Richtig ist, dass es Aufgabe der Richter ist, die Verwaltungsentscheidungen der BGs anhand deren Verwaltungsakte auf Rechtsstaatlichkeit zu kontrollieren.

    Ob bei dieser Kontrolle des rechtsstaatlichen Verwaltungsvollzugs ein Dokument wesentlich oder unwesentlich für die richterliche Entscheidung ist, ist nicht Entscheidungssache der BG, sondern des Richters.

    Ich habe bisher noch keine Verwaltungsakte einer BG gesehen, die diese Voraussetzungen einer richterlichen Kontrolle ermöglicht, noch habe ich gesehen, dass eine BG eine ordnungsgemäße Aktenführung gewährleistet.

    Es ist eine Frage des Anspruchs an die Rechtsstaatlichkeit in der Bundesrepublik Deutschland und Sie bestätigen, dass Richter sachlich keine Kontrolle rechtsstaatlicher Verwaltungsentscheidungen der BG vorgenommen haben können. Die Frage ist, was mit solchen Richtern zu tun ist und welchen Wert deren richterliche Entscheidungen haben?

    § 44 Verwaltungsverfahrensgesetz ist dabei unmissverständlich, wenn Verwaltungsentscheidungen besonders schwerwiegende Fehler zugrunde liegen. Sie sind dann nichtig.

  • #400

    Athena (Freitag, 06 April 2018 08:33)

    Hallo Manfred
    Ob Pflicht der ordnungsgemäßen Aktenführung oder Verbote, die Verwaltungsakte zu ändern, die BGn scheinen sich so zu fühlen, als seien sie die Herren des Verfahrens. Von meiner BG habe ich tatsächlich gehört, das wortwörtlich: Wir sind Herr des Verfahrens. Und das lässt sie mich immer wieder spüren. Es gibt so viele Tricks, die Verwaltungsakte wie auch immer zu "manipulieren". Und das in einer Weise, die nicht sofort, wenn überhaupt, ins Auge fällt. Außer dem Versicherten, wenn er denn seinen Fall wirklich gut kennt. Aber selbst dann, das tatsächliche Machtgefälle ist ungleich. Und welches SG liest schon tausende von Seiten? Der Verunfallte sollte im Mindesten aus seiner Sicht auf Wesentliches verweisen, sollte nicht allein auf die Amtsermittlungspflicht vertrauen.

    Was wollen die BGn wirklich? Was wird von ihnen wirklich erwartet, von Seiten des Bundesministeriums für Justiz oder für Arbeit und Soziales etc? Sparen, sparen und nochmals sparen! Was von den SGn? Beschleunigung des Verfahrens.

    Wenn du Glück hast, dann hast du Richter vor dir, die sich wirklich für die Wahrheit interessieren und auch dir gleichermaßen Gehör schenken. Wenn nicht, dann verdoppelt sich dein Leiden.

    In diesem Sinne nochmals Erich:
    Ich wünsche dir von ganzem Herzen (und natürlich allen Unfallopfern), dass du endlich mal Gehör findest und die BG nicht mehr die Machtposition inne haben kann, die ihr NICHT gebührt. ES WIRD ZEIT, DASS AUF AUGENHÖHE VERHANDELT WIRD!

  • #399

    Manfred (Donnerstag, 05 April 2018 15:51)

    Mich würde interessieren, ob der Termin am 09.04.2018 tatsächlich stattfindet oder bereits vorher richterlich mit Verweis auf einen Antrag der BGHW und deren Verweis auf deren neuerliche Sichtweise abgesetzt wird. Es wäre aus Sicht aller die strategisch sinnvollste Variante.

  • #398

    Manfred (Donnerstag, 05 April 2018 15:51)

    Bezogen auf diese hier anstehende gerichtliche Auseinandersetzung mit der BG - verbunden mit der Möglichkeit vor das Bundesverfassungsgericht zu ziehen - sehe ich kein Risiko.

    Sollten Gericht und BG dieses Risioko in Kauf nehmen wollen, so müssen sie im Ergebnis fürchten, dass alle ihre bisherigen Verwaltungsentscheidungen nach § 44 Verwaltungsverfahrensgesetz wegen besonders schwerwiegender Fehler nichtig sind.

    Es würde nochmals höchstrichterlich festgeschrieben,
    - dass es BGs untersagt ist, selbst über relevante und irrelevante Dokumente der Verwaltungsakte zu entscheiden und die Verwaltungsakte zu manipulieren,
    - dass es Richtern untersagt ist bei der Erforschung eines Sachverhalts von Amts wegen untersagt ist, ohne eigene Kenntnis richterliche Entscheidungen auf Dritte auszulagern.

    Es würde bekannt, dass die diese Vorgehensweise geübte Praxis ist. Der Volksmund sagt dazu: "Es läuft wie geschmiert!"

    Der Unterschied zu gutachterlichen Darstellungen besteht darin, dass Gutachter sich für die eine oder andere Sicht aussprechen und die Richter nach eigener Prüfung sich der einen oder anderen Sichtweise anschließen. Die eigentliche Entscheidung trifft der Richter und nicht der Gutachter.

    Abschließend:
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass Richter der Sozialgerichtsbarkeit das Risiko eingehen, sich vorhalten zu lassen, sie im Rahmen der materiellen Prozessleitung nicht auf alle erheblichen Tatsachen hingewiesen hätten (§ 138 abs. 1 Satz 2 ZPO).

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Berufsgenossenschaften ein Interesse daran haben, von höchstrichterliche Stelle zu erfahren, dass sie nach § 138 Abs. 1 ZPO zur wahrheitsgemäßen Angabe verpflichtet sind.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Bundesverfassungsgericht die Darstellung des BMI zur Ausgestaltung der guten Sitten, der Gewährleistung ordnungsgemäßer Aktenführung in Behörden anders interpretiert.

    BG und Sozialgerichte in Bremen sind - auch mit Rücksicht auf die Folgewirkungenauf die übrigen BGs und den Sozialgerichte und letztlich auch auf das Bundesversicherungsamt - gut beraten, wenn sie die gerichtlichen Auseinandersetzungen spätestens jetzt beenden und alle früheren Urteile gegen Sie aufheben.

    Die BGHW ist gut beraten, wenn sie ihre Attaken gegen sie einstellt, Ihre erlittenen Unfallschäden anzuerkennt und rückwirkend einvernehmlich zu reguliert.

  • #397

    Manfred (Donnerstag, 05 April 2018 15:50)

    Aber ich denke, dass dieses Risiko weder aus Sicht der Sozialgerichte, noch auch der Sicht der Berufsgenossenschaften hilfreich wäre.

    Das Urteil, das Grundsatzurteil, das dort gefällt würde, könnte m.E. nur das unmissverständliche Ergebnis haben und die Vorgabe - zur Verpflichtung ordnungsgemäßer Aktenführung seitens der Behörde nach dem Rechtsstaatsprinzips - des BMI vom 26.07.2013 bestätigen.

    Die Aussage wäre dann verkürzt, dass die BGs keine Verwaltungsakten nach dem Rechtsstaatsprinzip führen und die Richter an den Sozialgerichten ihrer Entscheidungsfindung keine Verwaltungsakte vorliegen haben, nach der sie eine Entscheidungsfindung rechtsstaatlich herbeiführen können.

    Beides wären "Klatschen" an die BGs und die Sozialgerichte, wie man sie aus rechtsstaatlicher Sicht nicht härter formulieren könnte.

  • #396

    Manfred (Donnerstag, 05 April 2018 15:49)

    In Ihrem Fall haben weder die Richter über unnütze Dokumente entschieden, noch hatten sie die Möglichkeit Einblick in solche Dokumente zu nehmen. Eine Entscheidung können sie nicht vorgenommen haben. Die Einrede eines Irrtums in der richterlichen Entscheidungsfindung ist folglich ausgeschlossen.

    Es wäre hilfreich, wenn ihr Fall vor das Bundesverfassungsgericht gelangen würde.

  • #395

    Manfred (Donnerstag, 05 April 2018 15:48)

    Ich gehe nicht davon aus, dass Gericht und BG den Gang vor das Bundesverfassungsgericht wagen. Was sollte das Ergebnis sein?

    Das Bundesministerium des Innern hat am 26.07.2013 festgestellt, dass die Behörden nach dem Rechtsstaatsprinzip verpflichtet sind, Verwaltungsakten zu führen. Diese Verwaltungsakte stellt die objektive Dokumentation aller bisherigen wesentlichen sachbezogenen Geschehnisse dar. Anhand dieser Verwaltungsakte kontrollieren die Gerichte deren Verwaltungsentscheidungen. Sie stellen fest, ob diese Verwaltungsentscheidungen rechtsstaatlich zustande gekommen sind.

    Es ist den BGs nicht erlaubt, die Verwaltungsakte zu verändern. Nach Publikation des Richters Dirk Bieresborn, 2. Senat des Bundessozialgerichts gehören zu dieser Verwaltungsakte auch die Dokumentation der Bearbeitungsschritte der BG, die zu der Verwaltungsentscheidung geführt hat. Veränderungen der Verwaltungsakte werden nach Auskunft des BMI arbeitsrechtlich, disziplinarechtlich und strafrechtlich konsequent verfolgt.

    Dass die Verwaltungsakte der BGHW in Ihrem Fall nicht vollständig, also verändert/manipuliert den Gerichten vorgelegt wurde, steht für mich außer Frage und wird wahrscheinlich auch seitens der BGHW nicht bestritten. Damit sind auch alle gerichtlichen Entscheidungen im Zusammenhang mit einer Straftat und bereits auf dieser Grundlage nichtig.

    Übertragen auf Ihren Fall, hat die Verwaltungsakte, die dem Gericht zur Prüfung der Verwaltungsentscheidungen seitens der BG vorgelegt wurde/wird, alle bisherigen wesentlichen sachbezogenen Geschehnisse zu enthalten.

    Dies ist in Ihrem Fall nicht so. Die Richter haben nicht entschieden, dass bestimmte Dokumente zur Erforschung des Sachverhalts von Amts wegen für sie nicht relevant sind. Um eine solche Entscheidung fällen zu können, bedarf es mindestens der Voraussetzung, dass die Richter in diese als unnütz zu beurteilenden Dokumente Einsicht nehmen konnten. Dies ist im vorliegenden Fall unstrittig nicht der Fall.

  • #394

    Manfred (Donnerstag, 05 April 2018 15:48)

    Nach § 103 Sozialgerichtsgesetz sind Richter an den Sozialgerichten verpflichtet, den Sachverhalt von Amts wegen zu erforschen.

    Wenn ich die in Ihrem Fall einsehbaren Dokumente sehe, dann ist nicht feststellbar, welche Dokumente Verwaltungsentscheidungen zugrunde lagen oder nicht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Richter zu einer derartigen Aussage berechtigt sein können oder in der Lage sein könnten.

    Gerichtliche Entscheidungen sind Richtern vorbehalten. Sie dürfen sich nach § 339 StGB bei ihrer Urteilsfindung nicht der Rechtsbeugung strafbar machen. Sie müssen ihre Entscheidung selbst treffen und dürfen sie nicht auf Dritte "outsourcen".

    In der Folge obliegt es den Entscheidern darüber zu befinden, welche Dokumente in Ihrem Fall relevant oder irrelevant sind. Sie sind nicht berechtigt, diese Entscheidungsfindung den Berufsgenossenschaften zu überlassen (siehe auch den Vortrag des Berliner Justizsenators Behrendt).

  • #393

    Manfred (Donnerstag, 05 April 2018 15:47)

    Spiegel-ONLINE veröffentlichte unter dem 30.03.2018, dass der Berliner Innensenator erklärte, die Verwaltungsakte seiner Behörde von der Staats- und Generalstaatsanwaltschaft zurück erhalten habe und verlauten ließ:

    "Wir können dem Bundestagsuntersuchungsausschuss nicht mehr zusichern, dass die von uns gefertigten Aktenkopien mit den Originalakten übereinstimmen", teilte die Pressestelle von Justizsenator Dirk Behrendt auf Anfrage mit. Der Beweiswert sei "durch die vorgenommenen Änderungen nunmehr wohl erheblich eingeschränkt". "

    In der Konsequenz ist kein Entscheider nach § 339 StGB mehr in der Lage und berechtigt zu erklären, er habe einen strittigen Fall von Amts wegen erforscht.

    Aufgrund der Tatsache, dass Staats- und Generalstaatsanwaltschaft die Akte umsortiert habe, sei nicht mehr feststellbar, welche Dokumente einer Verwaltungsentscheidung zugrunde gelegen haben oder nicht.

    (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/berlin-moegliche-aktenschlamperei-beim-amri-ausschuss-a-1200673.html)

  • #392

    Erich Neumann alias unfallmann (Mittwoch, 04 April 2018 00:38)

    Danke Georg für den Hinweis, ich werde die Beweisanträge auf dieser Seite (04.04.2018) noch vorbereiten.

    MfG
    Erich Neumann alias unfallmann

  • #391

    Georg (Dienstag, 03 April 2018 23:19)

    Kenner von Gerichtsverfahren bei den Sozialgerichten können den Ausgang Deiner mündlichen Verhandlung am 9.4.2018 schon voraussagen. Dass es nicht so kommt, würde ich wäre ich betroffen, zu Protokoll jeden Menge Beweisanträge stellen und begründen. So gar den Berichterstatter / Vorsitzenden Richter als Befangen ablehnen und gegen jeden negativen Beschluss vorgehen und die Sache dann vor das Bundesverfassungsgericht bringen. Denn in Deinem Fall Erich ist dies die Instanz welche Dir noch zu Deinem Recht verhelfen kann.

  • #390

    Athena (Montag, 02 April 2018 12:07)

    Bin in Gedanken bei deiner Verhandlung mit dabei. Wünsche dir selbstverständlich, dass du endlich mal Gehör findest und die BG nicht mehr die Machtposition inne haben kann, die ihr NICHT gebührt. Es wird Zeit. dass auf Augenhöhe verhandelt wird.

  • #389

    Horst Ansorge (Montag, 02 April 2018 09:48)

    Erich ich kann Dir nur raten, lass`Dir vom Vorsitzenden nicht die Wurst vom Butterbrot nehmen, denn Du bist in der Tat kein kein Einzelfall. Auch ich werde seit ca. 30 Jahren von der BG und den Sozialgerichten (SG und LSG) um zustehende Leistungen betrogen. Ich habe Richter kennengelernt, die lügen und betrügen.

  • #388

    Steinsetzer vom Stichweg � (Donnerstag, 29 März 2018 11:07)

    Liebe Grüße von uns und wir drücken Ihnen die Daumen bei der Aktion und wünschen viel Erfolg für die Zukunft! Die Gerechtigkeit wird siegen!

  • #387

    Jimdo Expert Stuttgart (Freitag, 23 März 2018 15:06)

    Herr Neumann,
    ich drücke Ihnen die Daumen bei Ihrem Vorhaben.
    Herzliche Grüße
    P. Scheerer

  • #386

    EWerner (Mittwoch, 21 März 2018 18:37)

    Hallo Erich,

    kennst Du: http://rechtsbeugungen.org/index.html

    Deine Geschichte passt dazu.

    Der Rechtsstaat in Deutschland ist keiner mehr.

    Herzliche Grüße aus
    bayrisch Schwaben
    Werner

  • #385

    Busfahrer M. (Montag, 19 März 2018 16:41)

    Hallo Erich,

    also Deinen Tip heute morgen in der 58 bin Ich mal nachgekommen. Ein sehr interessantes Thema muss Ich sagen. Es ist ein Unding wie dort mit Dir umgegangen wird. Um so beeindruckender bin Ich von Dir das Du über diesen langen Zeitraum immernoch am kämpfen bist für Gerechtigkeit. Mach weiter so. Drücke Dir die Daumen und werde Mich hier auf dem laufenden halten.

    MfG,der Busfahrer

  • #384

    ingi (Sonntag, 18 März 2018 17:04)

    Hallo Athena!

    Die BG wird Dir die Restakte auch nicht offenlegen, denn in der Restakte werden Dokumente abgelegt die für Dich sprechen. In den BG-Akten hört man, fehlen aber häufig positiv Aussagende Dokumente von Arbeitgebern, Ärzten, Gutachtern und selbst Röntgenaufnahmen. Doch bestimmt deswegen, dass der Betroffene den Nachweis führen muss, dass die BG solche Dokumente erhalten hat. Kann der Betroffene diesen Nachweis nicht führen, dann hat die BG doch meistens den Vorteil und muss nicht zahlen.

    Gruß ingi

  • #383

    Athena (Sonntag, 11 März 2018 12:28)

    PS: Ich werde mal bei meiner BG beantragen, vor Ort in die E-Akte (elektronische Akte) einzusehen, denn diese muss ggf. Verweise zur "Restakte" oder der "Handakte" enthalten. Ich habe das telefonisch mehrmals beantragt, meine BG ging darauf aber nicht ein. Warum eigentlich nicht? Werde weiterforschen.

  • #382

    Athena (Sonntag, 11 März 2018 11:34)

    Hallo Erich,
    dein Fall wirft grundsätzliche Fragen auf, die grundsätzlich für alle Verufallte von Interesse ist bzw. sein sollte, die ein Anerkennungsverfahren (Arbeitsunfall / BK) bei ihrer BG zu laufen haben.

    Hier mal zum Thema "Restakte", die deine BG neben der Verwaltungsakte angelegt hat:

    Warum fertigt die BG eigentlich eine "Restsakte" an, wenn alles korrekt verläuft bzw. verlaufen ist?

    Ist die BG überhaupt dazu befugt, eine "Restakte" anzulegen, auf welcher rechtlichen Grundlage, und welchen Zweck soll diese überhaupt erfüllen?

    Darf dem Verunfallten die Einsicht in die "Restakte" überhaupt verweigert werden, wenn ja, auf welcher rechtlichen Grundlage?

    Warum durftest du Erich, in die auch dich betreffende "Restakte" einsehen?

    Enthält das SGB (VII und X) überhaupt den Begriff "Restakte", wird dieser darin erläutert und hat eine (datenschutz- oder sozial-)rechtliche Bedeutung?

    Beim besten Willen, ich kann nichts darüber finden. Unter google.de kann ich auch keine Aufklärung erreichen. Soll ich nun annehmen, dass eine "Restakte" letztendlich eine Art "Geheimakte" ist?

    Meine BG bestreitet, dass es zu meinem Fall eine "Restakte" gibt. Ich wäre, laut meiner BG über alles informiert mittels Akteneinsicht bzw. Übermittlung der gesamten Akteninnhalte. Die Behauptung, es gäbe keine Restakte, ist jedoch nicht bewiesen. Soll ich mir nun schriftlich bestätigen lassen, dass es zu meinem Fall keine Restakte gibt? Welchen Wert hätte eine schriftliche Bestätigung?

    Wenn eine "Restakte" vorliegen sollte, ist die Verwaltungsakte ohne die Integration der "Restakte" überhaupt als vollständig zu bezeichnen?

    Fragen über Fragen zu deinem Fall, die aber auch mich und viele andere wohl grundsätzlich betreffen.


  • #381

    Athena (Donnerstag, 08 März 2018 20:36)

    Uneriöse Machenschaften im Sozial- und Rechtssystem lassen sich nicht auf Dauer tarnen, wenn man einem Menschen begegnet, der die Kunst zu spiegeln versteht und sich nicht unterdrücken lässt. Weiter so, Erich.

  • #380

    Erich Neumann alias unfallmann (Sonntag, 04 März 2018 17:01)

    Hallo Greghor,
    danke für Deinen Hinweis und mir wahrhaftig helfen kann.
    MfG
    Erich Neumann alias unfallmann

  • #379

    Greghor (Sonntag, 04 März 2018 13:29)

    Hallo Unfallmann!

    Lesen Sie mal die Entscheidung des BGH 1 StR 333/56 die könnte Dir helfen.

  • #378

    Athena (Samstag, 03 März 2018 12:26)

    Hier mal ein Link für Interessierte

    "Odyssee einer medizinischen und juristischen Leidensgeschichte: der Fall Lisa HASE".

    Da fallen mir einige Parallelen zu deiner Sache, Erich, auf. Auch wenn es sich nicht in dem o.g. Fall um ein Unfallopfer handelt. Aber dennoch auch die Art des Verfahrens und Behandelns schlicht skandalös.

    http://www.anstageslicht.de/themen/justiz-und-polizei/fall-lisa-hase-zahnschmerz-versus-justiz/chronologie-medizinische-juristische-leidensgeschichte-lisa-hase/

    Sonniges Wochenende
    Gruss von Athena

  • #377

    Athena (Dienstag, 27 Februar 2018 19:03)

    Hallo Erich,
    war heute beim "höchsten" Gericht unseres Landes. Kam nun zum zweiten Mal in den Genuss eines Services der Extra-Klasse. Smarter Typ, groß und kräftig, mit guter "Ausrüstung" begleitete mich und beobachtete mich stramm stehend, während ich Akteneinsicht nahm. Vorher durfte ich immer ohne Begleitung ins Gebäude, zum abgeben meiner Schriftsätze. Inzwischen hat sich das geändert, warum? Alle Achtung, die haben wohl eine "erfrischende" Portion Fantasie, mit der ich nicht mithalten kann! Einer der Jungs, die am Eingang durchleuchten und kontrollieren, was ich ja verstehe, meinte zu mir: "Was haben Sie denn verbrochen, dass Sie begleitet werden müssen?" Ich sagte ihm, ich deute das mal so: Begleitschutz, extra für mich. Was will ich mehr? Ich habe echt lachen müssen. War amüsant. Na ja, das ist nun schon das zweite Mal. Vielleicht stehe ich inzwischen auch in der Liste der Personen, die man als möglich "gefährlich" einstuft. Lach, lach, das mußte ich dir einfach erzählen.

  • #376

    j.mueller@matthaeus.net (Dienstag, 27 Februar 2018 12:28)

    Liebe Grüße vom Pastor aus dem Bus. Lese alles mit Interesse.